Allgemeines

Eine Lebensversicherung verkaufen – das klingt für viele erst einmal kompliziert. Dabei ist der Vorgang relativ einfach, wenn man sich erst einmal mit den Grundlagen befasst hat, und gar nicht so neu, wie es scheint.

Denn die Möglichkeit, sich von einer laufenden Lebens- oder auch Rentenversicherung zu trennen, besteht schon seit Jahren. Die gängigste und unrentabelste Variante ist die Kündigung. Auch hierbei handelt es sich vom Prinzip her um einen Verkauf. Der Erlös wird nicht umsonst als Rückkaufswert bezeichnet.

Inzwischen gibt es andere, lukrativere Offerten für den Ankauf einer Police. Dieser Teil unseres Ratgebers befasst sich mit den wichtigsten Eckpunkten des Themas und zeigt auf, warum es finanziell interessanter ist, eine Versicherung auf dem freien Markt zu verkaufen, statt den Vertrag kündigen.

Dazu werden Beispiele genannt, die Voraussetzungen für einen Verkauf erläutert und die Abwicklung vom ersten bis zum letzten Schritt erklärt. Diese Informationen sollen dabei helfen, sich ein erstes Bild machen zu können.

Dabei greifen wir nicht nur die Möglichkeit auf, eine kapitalbildende Lebensversicherung zu verkaufen, sondern gehen zusätzlich auf Rentenversicherungen ein. Beide Policen gehören dem großen Bereich der Lebensversicherungen an und sind ähnlich häufig von Kündigungen betroffen, weil Laufzeit und finanzielle Belastung unterschätzt wurden.

Statt den Fehler zu machen, das Handtuch voreilig in den Ring zu werfen, sollte man sich zumindest über die Alternativen informiert haben. Dazu besteht hier die Möglichkeit.

Vorteile eines Verkaufs

Der erste Gedanke, wenn eine Lebensversicherung nicht mehr bezahlt werden kann, andere finanzielle Verpflichtungen wichtiger sind oder Zweifel an der Rentabilität aufkommen, geht Richtung Kündigung. Diesen Weg einzuschlagen, wäre die schlechteste Wahl angesichts anderer, weitaus lukrativerer Alternativen.

Statt die Police zu kündigen, sollte man sich zumindest mit der Option des Verkaufs vertraut gemacht und über die Konditionen informiert haben. Denn der Verkauf einer Lebensversicherung bringt in der Regel mehr Geld als der Rückkauf durch die Assekuranz und bietet darüber hinaus eine Reihe weiterer Vorteile – sofern die Bedingungen für einen Ankauf erfüllt werden.

Finanzielle Engpässe als Auslöser

Im Vordergrund wird bei einem Verkauf zweifelsohne der finanzielle Aspekt stehen. Denn in den meisten Fällen sind es auch finanzielle Gründe, die eine Kündigung oder den Verkauf einer Lebensversicherung überhaupt erst relevant werden lassen.

Die Spielregeln für einen vorzeitigen Ausstieg stehen von Anfang an fest und sind in den allgemeinen Versicherungsbedingungen verankert. Mehr als den Rückkaufwert dürfen Versicherungsnehmer von den Unternehmen deshalb nicht erwarten. Er setzt sich zusammen aus den Beiträgen und einem Mindestzins.

Davon werden sämtliche Kosten, zum Beispiel für Verwaltung und Stornierung, abgezogen. Je nachdem, wie lange der Vertrag bereits läuft, können diese Kosten den Erlös erheblich schmälern. Wird die Lebensversicherung nicht gekündigt, sondern verkauft, steht für den Kunden unter dem Strich eine höhere Summe zur Verfügung, weil anders kalkuliert wird.

Der höhere Erlös an sich ist schon ein schlagendes Argument. Doch eine Lebensversicherung ist nicht ausschließlich Geldanlage und damit in gewisser Hinsicht ein Rendite- bzw. Vorsorgeprodukt, sondern dient auch dem Risikoschutz. Sollte der Versicherungsnehmer vor Vertragsende sterben, erhalten die Hinterbliebenen bzw. der oder die Begünstigte die vereinbarte Versicherungssumme.

Absicherung der Familie auch in schwierigen Zeiten

Sinn und Zweck der Lebensversicherung ist damit hauptsächlich die Absicherung der Familie für den Fall der Fälle. Würde der Vertrag gekündigt, entfielen der erhoffte Gewinn und die Schutzfunktion der Lebensversicherung.

An diesem Punkt setzt der zweite, ebenso wichtige Vorteil eines Verkaufs an: Der Risikoschutz bleibt erhalten, weil die Police nicht aufgelöst, sondern durch den Ankäufer fortgeführt wird.

Eine Lebensversicherungspolice zu verkaufen ist also gleich in zweierlei Hinsicht die interessantere Lösung: Auf der finanziellen Seite steht eine höhere Auszahlung zu Buche. Hinzu kommt die Entlastung des Budgets, weil die laufenden Beiträge entfallen.

Dieser Vorteil würde zugegebenermaßen auch bei einer Kündigung greifen, allerdings zu einem weitaus schlechteren „Kurs“. Auf der anderen Seite bleiben der Risikoschutz und damit auch die Gewissheit, die Familie für den Todesfall abgesichert zu haben, erhalten. Das ist manchmal mehr wert als der bessere Erlös.

Voraussetzungen zum Verkauf

Der Verkauf einer Lebensversicherung muss für beide Seiten, den bisherigen Versicherungsnehmer und den Ankäufer, rentabel sein. Ob das zutrifft, kann immer nur im Einzelfall entschieden werden.

Das liegt schlichtweg daran, dass Lebensversicherungspolicen auf individuell ausgehandelten Daten basieren, angefangen bei der Laufzeit über die Beitragshöhe bis hin zur garantierten Versicherungssumme und der prognostizierten Überschussbeteiligung. Da diese Eckpunkte Einfluss auf die Rentabilität nehmen, wurden Mindestvoraussetzungen formuliert.

Restlaufzeit als entscheidendes Kriterium

Eines der entscheidenden Kriterien ist die Laufzeit. Viele Verträge, die früh – teils schon mit Beginn der Ausbildung – abgeschlossen wurden, enden erst nach 30 oder mehr Jahren. Eine solche Police schon nach zwei oder drei Jahren wieder verkaufen zu wollen, wäre vergebene Liebesmüh.

Damit eine Police auch für den Ankäufer interessant ist, gilt als Obergrenze eine Restlaufzeit von maximal 25 Jahren. Der Investor muss planen können, schließlich zahlt er die Raten für die noch verbleibende Laufzeit.

In den Vertrag muss also schon eine gewisse Zeit eingezahlt und ein Grundkapital geschaffen worden sein. Richtwert, ob ein Ankauf infrage kommt, ist daher auch der aktuelle Rückkaufwert. Als Maßstab hat sich ein Wert von mindestens 10.000 Euro eingependelt.

Unabhängig von Laufzeit und Wert bleiben zwei Formen der Lebensversicherungen ganz außen vor und werden nicht angekauft: fondsgebundene Policen und Direktversicherungen. Bei der Direktversicherung, die im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge abgeschlossen wird, liegt es am Konstrukt. Versicherungsnehmer ist der Arbeitgeber und Begünstigter der Arbeitnehmer.

Unsichere Entwicklung fondsgebundener Versicherungen

Fondsgebundene Lebensversicherungen hingegen mangelt es an Planbarkeit. Es gibt keine feste Summe, mit der ein Ankäufer kalkulieren könnte. Entwickeln sich die Märkte im Sinne der Police positiv, wäre die Police durchaus rentabel. Da es dafür keine Garantie gibt, stehen für einen Verkauf nur klassische Lebensversicherungen mit Garantieverzinsung zur Debatte.

Genauer informieren muss man sich, wenn der Vertrag bereits beitragsfrei gestellt oder als Sicherheit hinterlegt wurde, zum Beispiel für ein Immobiliendarlehen. Soll eine Police, für die eine Aussetzung vereinbart wurde, verkauft werden, ist es finanziell von Vorteil, wenn der Vertrag wieder aufgenommen und die Beitragszahlung fortgesetzt werden kann.

Ob dazu eine erneute Gesundheitsprüfung nötig ist, richtet sich nach den Versicherungsbedingungen. Rücksprache nehmen muss ein potenzieller Verkäufer auch, wenn mit dem Vertrag ein Darlehen abgesichert wird. Ansprechpartner ist in dem Fall der Gläubiger, in der Regel also die Bank oder Bausparkasse.

Sind diese Bedingungen erfüllt und steht einem Verkauf auch sonst nichts im Wege, wird die Police ganz normal geprüft und ein Angebot erstellt.

Rentenversicherung verkaufen

Rentenversicherungen bergen aufgrund ihrer langen Laufzeit das gleiche Dilemma wie eine Kapitallebensversicherung: In finanziellen Schieflagen erweisen sich die Beiträge schnell als Klotz am Bein. Daher stellt sich die Frage, ob Rentenpolicen genau wie Lebensversicherungen verkauft werden können, um eine Kündigung und damit Verluste zu vermeiden.

Vom Prinzip her lässt sich darauf mit einem klaren Ja antworten, allerdings mit einer Einschränkung: Abgesehen davon, dass auch bei einem Rentenversicherungsverkauf die Police gewisse Rahmenbedingungen erfüllen muss, setzen die Ankäufer zusätzlich den Abschluss einer Risikolebensversicherung voraus.

Das hat rein finanzielle Gründe und kommt damit auch dem Verkäufer zugute. Er erzielt einen höheren Preis für seine Police. Um zu verstehen, weshalb eine Risikolebensversicherung einen höheren Verkaufserlös bedingt, muss man die Bedingungen der privaten Rente näher betrachten.

Problematik des vorzeitigen Ablebens

Der Knackpunkt ist die Todesfallleistung. Sollte der Versicherungsnehmer vor Vortragsende sterben, erhalten die Käufer als Begünstigte lediglich die eingezahlten Beiträge – damit deutlich weniger als bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung. Selbst der Rückkaufwert fiele höher aus.

Wie sich das finanziell auswirkt, lässt sich am einfachsten anhand von Zahlen darstellen. Bei einem Rückkaufwert von angenommen 100.000 Euro würde ein Verkauf möglicherweise 110.000 Euro bringen. Wurden bis dahin 70.000 Euro an Beiträgen eingezahlt, würden die Investoren beim Tod des Kunden auch nur diese 70.000 Euro erhalten und 40.000 Euro Verlust machen.

Das Risiko, dass der Finanzierungsaufwand nicht gedeckt ist, liegt bei einer Rentenversicherung damit höher als bei einer Kapitallebensversicherung. Um diese Lücke zu schließen und den Todesfallschutz auszubauen, ist eine Risikolebensversicherung nötig. Die Beiträge für die Police zahlt der Käufer, zumal er auch als Begünstigter im Vertrag vermerkt wird.

Für den Verkäufer entsteht dadurch keine zusätzliche Belastung. Eine der wichtigsten Hürden, die vor dem Verkauf der Rentenversicherung genommen werden muss, ist daher die Versicherbarkeit des Kunden. Sollte eine Risikolebensversicherung zum Beispiel aufgrund von schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen abgelehnt werden, würde der Ankauf scheitern.

Rückkaufsswert berechnen

Zu den Unterlagen, die bei Abschluss einer Renten- oder Lebensversicherung ausgehändigt werden, gehört inzwischen auch eine Tabelle mit den laufzeitabhängigen Rückkaufswerten. Dieser Tabelle ist zu entnehmen, wie hoch der Rückkaufswert für den jeweiligen Vertrag zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Sollte diese Übersicht fehlen, reicht in der Regel ein Anruf bei der Versicherung, um sich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.

Wie diese Zahlen genau zustande kommen, bleibt allerdings das Geheimnis der Versicherungsunternehmen. Der Bundesgerichtshof hat sich diesem Thema in den vergangenen Jahren gleich mehrfach widmen müssen und klare Aussagen zum Rückkaufwert bzw. den Vertragsklauseln zum Rückkauf getroffen. Sie beziehen sich jedoch zumeist nur auf Verträge, die innerhalb eines gewissen Zeitraums abgeschlossen wurden.

Ein lächelnder Mann mit Jeanshemd sitzt vor einem Waldrand

Berechnung des Rückkaufwertes

Grundsätzlich gilt: Ausschlaggebend für den Rückkaufswert sind auf der einen Seite die bereits getätigten Einzahlungen, sprich die Beiträge und die garantierte Verzinsung des Guthabens. Auf der anderen Seite stehen Kosten für den reinen Risikoschutz und die Gebühren, die für den Abschluss, die Vermittlung und die Verwaltung des Vertrages in Rechnung gestellt. Diese Gebühren müssen mittlerweile auf die ersten fünf Jahre verteilt werden. Teilweise kam noch ein Stornoabzug hinzu, der vom Bundesgerichtshof allerdings als unwirksam bezeichnet wurde.

Nun kann man zwar davon ausgehen, dass in den ersten Jahren Kapital angesammelt und auch verzinst wird. Zieht man davon allerdings die Kosten für die Police ab, bleibt gerade in der Anfangszeit nur ein relativ mageres Ergebnis. Daran ändert auch die Überschussbeteiligung nur wenig, zumal sie immer öfter in den Schlussbonus einfließt und damit erst bei Fälligkeit zum Tragen kommt.

Mehr Transparenz und Mindestrückkaufswert

Um zu verhindern, dass Versicherungsnehmer bei einer Kündigung gar kein Geld oder nur einen sehr geringen Betrag zurückerhalten, und um für mehr Transparenz zu sorgen, gelten inzwischen einige Regeln. Die Unternehmen sind dazu verpflichtet, ihren Kunden vor Abschluss des Vertrages eine Übersicht mit den Rückkaufswerten zur Verfügung zu stellen (Versicherungsvertragsgesetz Paragraf 169). Anhand dieser Daten kann man sich ein Bild davon machen, welche finanziellen Konsequenzen eine Kündigung hat.

Zudem wurden die Gesellschaften verpflichtet, einen Mindestrückkaufwert zu zahlen. Es gilt zwar nach wie vor die einfache Formel Beiträge plus Zinsen minus Gebühren. Doch unter dem Strich müssen für den Kunden jetzt etwa 50 Prozent der eingezahlten Beträge stehen. Der bisherigen Praxis, nach wenigen Jahren nur einen minimalen Rückkaufswert zu zahlen, schoben die Richter mit Hinweis auf den Verstoß gegen den Schutz des Eigentums einen Riegel vor.

Benötigte Unterlagen

Dreh- und Angelpunkt beim Verkauf einer Renten- oder Lebensversicherung ist die Police. Sie enthält alle relevanten Daten – den Versicherungsbeginn und das Vertragsende, aus denen sich die Gesamt- und die Restlaufzeit ergeben, die vereinbarte Versicherungssumme, den aktuellen Rückkaufwert, den Beitragsturnus und das Unternehmen, bei dem der Vertrag unterschrieben wurde.

Erst anhand dieser Informationen kann entschieden werden, ob ein Verkauf überhaupt möglich ist, und wenn ja, zu welchen Konditionen. Wer sich dafür entscheidet, die Lebensversicherung zu verkaufen, muss also zuallererst die Police zur Hand nehmen, um die genauen Zahlen und Fakten zu kennen.

Leichte Datenerfassung dank Online-Formularen

Diese Informationen werden vor dem Ankauf mit Hilfe von sehr übersichtlich gestalteten Formularen online abgefragt. Das gilt ebenso für die persönlichen Daten wie Name, Anschrift und Geburtsdatum. Falls die Police als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt wurde, sollten auch hierzu die nötigen Eckdaten vorliegen.

Die Auswertung erfolgt weitgehend automatisiert. Sollte das System grünes Licht für einen Ankauf geben, erhält der Kunde eine E-Mail zur Bestätigung. In der Regel findet sich im Anhang der E-Mail eine Vollmacht, die ergänzt und unterschrieben per Post zurückgeschickt werden muss. Sie erlaubt den Unternehmen, sich mit der Versicherungsgesellschaft in Verbindung zu setzen. Das ist nötig, um die genauen Daten der Police erfragen und darauf aufbauend den Kaufpreis berechnen zu können.

Unterlagen für Abschluss des Kaufvertrages

Sind diese Formalitäten erledigt und steht das Angebot, erhält der Kunde sämtliche Unterlagen per Post. Sie umfassen zum einen das Kaufangebot, zum anderen den Kaufvertrag. Sollte für die Abwicklung ein Treuhänder nötig sein, was unter anderem der Fall ist, wenn die Police als Sicherheit abgetreten wurde, kommt noch ein Treuhänder-Vertrag hinzu.

Sofern man dem Angebot zustimmt, müssen die unterschriebenen Verträge – für den Kauf und gegebenenfalls den Treuhänder – zusammen mit dem Original-Versicherungsschein und einer Kopie des Personalausweises des Versicherungsnehmers eingeschickt werden.

Es bedarf also folgender Unterlagen:

  • Original-Versicherungsschein (die Police)
  • Vollmacht (wird gestellt)
  • Ausweis-Kopie(n)
  • Kaufvertrag (wird gestellt)
  • Treuhänder-Vertrag (wird gestellt, wenn die Abwicklung über einen Treuhänder erfolgt)

Sollte Police als Sicherheit für einen Kredit dienen, kommen gegebenenfalls noch hinzu:

  • Vertragspapiere zum Darlehen und den hinterlegten Sicherheiten
  • Treuhänder-Vertrag (wird gestellt)

Wie läuft der Verkauf einer Lebensversicherung ab?

Der Verkauf einer Lebensversicherung ist für den Kunden mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden. Den Löwenanteil der Arbeit übernimmt der Vermittler. Er stellt die für einen reibungslosen Ablauf nötigen Formulare zur Verfügung, bemüht sich um einen Käufer und zahlt schließlich den vereinbarten Betrag aus.

Der Kunde selbst muss lediglich den ersten Schritt machen, die für den Verkauf relevanten Daten eingeben und schließlich mit seiner Unterschrift das Geschäft besiegeln. Im Folgenden zeigen wir alle Schritte bis hin zur Auszahlung auf:

Online-Anfrage

Für eine unverbindliche und kostenlose Anfrage stehen auf den Seiten der Vermittler übersichtlich gestaltete und mit den nötigen Informationen versehene Formulare bereit. Damit ein Angebot erstellt und die Lebens- bzw. Rentenversicherung auf einen möglichen Ankauf hin geprüft werden kann, sind die Eckdaten der Police erforderlich.

Sie finden sich auf dem Versicherungsschein. Diese Werte – Vertragsbeginn, Versicherungsende, Versicherungssumme, Beitrag, Versicherungsunternehmen und Beitragsturnus – bilden zusammen mit den persönlichen Daten wie Name, Anschrift und Kontaktmöglichkeiten die Basis für den Verkauf der Lebensversicherung.

Prüfung

Die Informationen werden automatisch geprüft. Erfüllt die Police die Mindeststandards und kommt die Lebensversicherung somit für einen Ankauf infrage, erhält der Kunde eine Benachrichtigung per E-Mail.

Vollmacht

weitere Daten: Zusammen mit der Bestätigung verschicken die Unternehmen üblicherweise eine Vollmacht. Sie befindet sich im Anhang der E-Mail und muss vom Kunden unterschrieben werden. Damit erhält der Vermittler die Erlaubnis, bei der Versicherungsgesellschaft weitere Daten anzufragen, die für die Berechnung des Kaufpreises und das verbindliche Angebot erforderlich sind.

Häufig wird auch eine Kopie des Kontoauszuges verlangt, um zu kontrollieren, von dem die Beiträge bislang gezahlt wurden. Sollte die Police bereits als Sicherheit für ein Darlehen dienen, werden auch hierzu Informationen erfragt und läuft der Handel meistens über Treuhänder.

Angebot

Nach Auswertung aller Daten steht schließlich das Kaufangebot fest. Es wird zusammen mit dem Kaufvertrag und möglicherweise einem Treuhänder-Vertrag per Post oder E-Mail verschickt. Um das Angebot anzunehmen, reicht es, die Verträge zu unterschreiben und zusammen mit den weiteren Unterlagen – Kopie des Personalausweises und der Original-Versicherungsschein – einzureichen.

Liegen die Unterlagen vor und hat die Versicherungsgesellschaft die Abtretung der Police bestätigt, wird der Kaufbetrag überwiesen – auf das Konto des Kunden oder, bei Abwicklung über einen Treuhänder, auf ein Treuhandkonto. Insgesamt dauert die gesamte Abwicklung rund sechs bis acht Wochen. Wichtig: Dem Kunden wird ein zweiwöchiges Widerrufsrecht eingeräumt, falls er es sich doch anders überlegt und die Lebensversicherung nicht verkaufen möchte.

Einzugsermächtigung widerrufen

Die Beiträge zu einer Renten- oder Lebensversicherung werden normalerweise in einem festen Turnus – monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder eher selten jährlich – per Lastschrift eingezogen.

Wird die Police verkauft, entfällt die Pflicht zur Beitragszahlung, weil der Käufer künftig für die Prämien aufkommt. Deshalb muss die Einzugsermächtigung bei der Versicherungsgesellschaft widerrufen werden, damit nicht weiterhin Geld für den Vertrag abgebucht wird.

Wann widerrufen?

Der richtige Zeitpunkt für den Widerruf ist der Termin, an dem der Käufer erklärt, den Vertrag zu übernehmen und die Versicherung über diesen Schritt informiert wurde. Spätestens, wenn der Kaufvertrag überwiesen wird, sollte der Widerruf schriftlich bei der Assekuranz eingereicht werden.

Was tun bei weiteren Abbuchungen?

Da es meistens ein paar Tage dauert, bis die Änderung im System vorliegt und berücksichtigt wird, kann es passieren, dass die Versicherung die Prämie in den Folgemonaten noch abbucht. In dem Fall gibt es drei Alternativen: Einige Ankäufer erstatten den Betrag, wenn die zu viel gezahlten Beiträge mit einer Kopie des Kontoauszuges belegt werden.

Auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit, sich mit der Versicherung in Verbindung zu setzen und die Beiträge zurückzufordern oder bei der Bank eine Rücklastschrift zu veranlassen.

Welche Anbieter beim Aufkauf von Lebensversicherungen besonders attraktive Angebote machen, zeigt unser Vergleich auf der folgenden Seite:

Anbieter, welche Lebensversicherungen auch beleihen, stellen wir Ihnen als Alternative zum Verkauf auf dieser Seite vor: